Intern
    Forschergruppe Emotion und Verhalten (DFG)

    "Just say no!" Zur Verarbeitung von Negationen bei Evaluation, Affekt und Verhalten

    Abstract:

    "Keine Macht den Drogen!" oder "Keine Gewalt!" sind oft verwendete Slogans in öffentlichen Kampagnen. Wie effektiv sind solche Appelle? Ergebnisse psychologischer Forschung zeigen, dass die Verarbeitung negativ formulierter, d.h. negierter Information das Gegenteil der erwünschten Wirkung hervorbringen kann. Solche "paradoxen Effekte" sind an der Entstehung psychischer Störungen und Selbstregulationsfehlern beteiligt. In diesem Forschungsvorhaben geht es darum, psychologische Prozesse bei der Verarbeitung von Negationen näher zu untersuchen. Bisherige Forschung zu diesem Thema orientiert sich an unterschiedlichen Theorien kleineren Geltungsbereichs. Ziel des hier beschriebenen Forschungsprojektes ist es, ein allgemeines Informationsverarbeitungsmodell auf die unterschiedlichen Problembereiche im Forschungsfeld "Verarbeitung von Negation" anzuwenden. Dabei wird einerseits angestrebt, eine theoretisch sparsame Erklärung einer Reihe bekannter Phänomene zu entwickeln. Andererseits werden neue Vorhersagen hinsichtlich des Effektes von Negationen auf Verhalten, sowie hinsichtlich der Automatisierbarkeit von Negationen geprüft. Ein erfolgreicher Abschluss des Projektes verspricht sowohl großen theoretischen wie praktischen Nutzen.

    Kontakt

    FOR 605 Emotion und Verhalten, Reflektive und impulsive Prozesse
    Marcusstraße 9 bis 11
    97070 Würzburg

    Suche Ansprechpartner

    Marcusstraße 9-11