Intern
    Forschergruppe Emotion und Verhalten (DFG)

    Experimentelle Untersuchung zur wechselseitigen Beeinflussung von Schmerz und Emotionen

    Abstract:

    Die motivationale Priming-Hypothese bietet einen theoretischen Rahmen zur Erklärung der wechselseitigen Beeinflussung von Schmerzen und Emotionen. Hieraus abgeleitete Vorhersagen sollen in dem hier geplanten Projekt getestet werden. Im ersten Projektschwerpunkt sind Emotionen die unabhängige, und die Schmerzwahrnehmung die abhängige Variable. Unsere Vorarbeiten zeigen, dass sowohl Schmerzratings als auch elektrokortikale Schmerzreaktionen durch die Valenz des emotionalen Hintergrunds (induziert durch IAPS-Bilder) beeinflusst werden. Nun sollen Bedingungen und Personengruppen untersucht werden, bei denen die affektive Schmerzmodulation verändert ist. Wir erwarten, dass neben der Valenz auch die mit der Grundemotion assoziierte Verhaltenstendenz (Annäherung vs. Vermeidung) die Schmerzwahrnehmung beeinflusst. Jedoch sollte die Bildvalenz die schmerzmodulierende Wirkung von Schmerzhinweisreizen in Bildern moderieren. Bei chronischen Schmerzpatienten sollten negative Emotionen die Schmerzempfindung besonders verstärken.

    Im zweiten Projektschwerpunkt ist Schmerz die unabhängige, die Evaluation affektiver Stimuli die abhängige Variable. Da Schmerz ein Aufmerksamkeitsdistraktor ist, sollten explizite affektive Bewertungen, für die kognitive Ressourcen notwendig sind, unter Schmerz nivelliert sein. Implizite affektive Einstellungen, als schnelle und automatische Reaktionen, sollten unter Schmerz negativer sein.

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    FOR 605 Emotion und Verhalten, Reflektive und impulsive Prozesse
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